Andreas Prüstel: »Das wohlfeile Verhalten gegenüber der Gesellschaft ödet mich an«

Andreas Prüstel, am 10. September 1951 in Leipzig geboren, könnte der Held eines Schelmenromans sein. Weil er die Schule nicht mochte, wurde er zuerst Bauarbeiter, dann unter anderem Heizer, Gleisbauer, Bote, technischer und kartografischer Zeichner, Ausstellungsgestalter. 1978 zog er nach Ost-Berlin. Der freiberufliche Künstler mit einer großen Leidenschaft für die Collage arbeitet seit längerer Zeit als Cartoonist. Die Leserinnen und Leser des strassen|fegers kennen seine unverkennbaren Cartoons, denn sie sind in jeder Ausgabe unserer Zeitung zu sehen. Andreas Prüstel ist ein freier und kritischer Geist, der stets bewusst gegen den Strom zeichnet, auch wenn er sich deshalb »durchhungern« muss. Und er ist ein fesselnder Erzähler mit einem großen Charisma. Mein Besuch in seiner Wohnung in Berlin-Niederschönhausen sollte 30 Minuten dauern, endete aber erst nach über drei Stunden. 

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Avantgarde altert nicht: Die Künstlergruppe »Brücke« begeistert Generationen

Die »Brücke«, eine der ältesten Künstlergruppen der Moderne, entwickelte gemeinsam eine Stilrichtung, die als Expressionismus in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen ist.  Sie revolutionierte nicht nur die Malerei, sie trug auch dazu bei, dass die Druckgrafik, vor allem der damals zur Gebrauchs- und Werbegrafik verkommene Holzschnitt, sich als eigenständige Kunst behaupten konnte. 

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Jean Dubuffet und die Kunst der Besessenen

Als »Art Brut« wird eine unverbildete und »rohe« Kunst bezeichnet, deren Schöpfer Außenseiter, Patienten psychiatrischer Kliniken oder Häftlinge sind, die unabhängig von den etablierten Kunstströmungen und Kunstzentren wirken. Der Erfinder des Begriffs »Art Brut« war 1945 Jean Dubuffet, französischer Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Philosoph, Komponist und Kunsttheoretiker, einer der originellsten und radikalsten Künstler des 20. Jahrhunderts. 

Von Urszula Usakowska-Wolff 

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Gérard Gartner oder Die Liebe zur Anarchie

In der Galerie Kai Dikhas, dem »Ort des Sehens« im Aufbau Haus am Moritzplatz, wo ausschließlich die Kunst von Roma und Sinti gezeigt wird, findet erneut eine großartige Ausstellung statt, die keinesfalls verpasst werden darf. Unter dem Titel »Ultima Verba« lässt uns dort Gérard Gartner einen ersten und zugleich letzten Einblick in sein Kunstuniversum gewähren, bevor es nach dem Willen des Bildhauers den Weg alles Irdischen geht.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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»Ich will immer etwas machen, was noch niemand gemacht hat.« Arnold Odermatt und die Magie der Fotografie

Zum 90. Geburtstag des Schweizer Künstlers Arnold Odermatt zeigt die Galerie Springer Berlin eine Auswahl seiner Fotografien aus den Jahren 1948 – 2015.

Von Urszula Usakowska-Wolff 

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