Er war das Auge von Paris: Der Fotograf Brassaï in einer Doppelausstellung in Charlottenburg

Die Doppelausstellung »Brassaï Brassaï. Im Atelier & Auf der Straße« im Museum Berggruen und in der Sammlung Scharf-Gerstenberg feiert den französischen Fotografen als einen Künstler, der bereits in den 1930er Jahren Mauer- und Wandgraffiti als moderne Höhlenmalerei entdeckte und sie mit seiner Kamera vor dem Verschwinden rettete.

Die Ausstellung »Abstrakt////Skulptur« verwandelt das Georg-Kolbe-Museum in ein Lapidarium

Inmitten der makellosen weiblichen und männlichen Bronzeakte von Georg Kolbe, die auf dem Hof seines ehemaligen Ateliers stehen, ragt ein fremdartiges Gebilde empor, das aussieht, als könnte es jederzeit umkippen: Es sind sechs aufgetürmte Absperrgitter, die wie verbogene überdimensionale weiße Lampenschirmgerüste aussehen.

Was stellt die Akademie der Künste im Sommer aus? Dreidimensionale Hörspiele und geometrische Farbpaneele

Wer bis Mitte August die Akademie der Künste am Pariser Platz 4 besucht, kann dort internationale Kunst im Doppelpack erleben: zum einen beunruhigende multimediale Installationen, in denen Geräusche und Sinnestäuschungen eine große Rolle spielen, zum anderen harmonische Acrylbilder mit geometrischen Mustern, die in der Tradition des Konstruktivismus und der britischen Op Art stehen.

»Pigasus« hat einen ganz einfachen Geschmack und zeigt nur das Beste

Seit acht Jahren gehört die kleine, nur einige Schritte vom Rosa-Luxemburg-Platz entfernte Galerie mit dem Schild eines geflügelten Schweins über dem Eingang zum Markenzeichen der Torstraße. Diese Galerie heißt auf Englisch »Pigasus – Polish Poster Gallery« und hat sich der Popularisierung der polnischen Plakatkunst verschrieben.

Henry de Winter, der Gentleman mit einer weißen Nelke am Revers, singt unvergessliche Schlager und ist eine Augenweide

Henry de Winter, den seine Bewunderer »Sir« nennen, ist der Gentleman mit den zeitlosen Maßanzügen und der Sänger mit einer Vorliebe für die Musik der 1920er, 1930er und 1940er Jahre.

Else Lasker Schüler: »Immer in aller Blickpunkt«

Else Lasker-Schüler wollte eigentlich Malerin werden. Ihr bildnerisches Werk, lange Zeit nicht angemessen gewürdigt, wurde im vorigen Jahr im Jüdischen Museum Frankfurt ausgestellt. Jetzt kann die Retrospektive mit 150 Zeichnungen, Briefzeichnungen, Collagen, bemalten Postkarten sowie Buch- und Zeitschriftenillustrationen der avantgardistischen Bild- und Wortkünstlerin im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart besichtigt werden.

Berliner Boheme aus der 5. Schweiz trifft sich in der Helvetia Szene-Beiz

Von den 4000 Schweizerinnen und Schweizern, die ihren Wohnsitz in Berlin haben, sind 3000 in der Kultur tätig. In Kunst, Design und Literatur, im Fernsehen, Theater und in anderen Medien. Vor allem auf die Schweizer Filmwelt übt die Bundeshauptstadt eine große Anziehungskraft aus: Die halbe helvetische Filmszene lebt an der Spree!

Softporno und Hardcore auf Leinwand und Styropor

Liebe, Lust und Frust, schön gemalte Acrylbilder und kitschige Kunststoffreliefs, die um Sex und Erotik kreisen, präsentiert die Doppelausstellung »X-Rated« im Berliner me Collectors Room. Über 50 Werke von William N. Copley (1919-1996) und Andreas Slonimski (geb. 1959) zeigen das bunte Treiben der Geschlechter aus maskuliner Sicht.

Der komplexe Kosmos des Künstlers Sigmar Polke

Zur »Langen Polke-Nacht«, die am 23. Februar anlässlich der Ausstellung »Sigmar Polke. Eine Hommage. Bilanz einer Künstlerfreundschaft Polke/Staeck« in der Akademie der Künste am Pariser Platz 4 stattfand, wurden Freunde, Mitstreiter und Familienangehörige des aus Niederschlesien stammenden Künstlers eingeladen, die das Publikum mit persönlichen Einblicken in dessen Leben und Werk bei Laune hielten.