George Condo in der illustren Männerrunde der Moderne

George Condo im Museum Berggruen, 18.11.2016. Foto © Urszula Usakowska-Wolff, VG Bild-Kunst Bonn, 2016

George Condo ist unter die Klassiker gegangen. Als erster zeitgenössischer Künstler wurde er auserwählt, in der Ausstellung »Confrontation« seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen im Museum Berggruen, dem Berliner Tempel der Klassischen Moderne, inmitten der Werke von Picasso, Klee, Matisse, Cézanne und Giacometti zu präsentieren. Das ist kein Zufall, denn Condo hat zu den Granden der Kunstgeschichte eine ganz besondere Beziehung.

Von Urszula Usakowska-Wolff & Manfred Wolff

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Józef Szajna und seine Reminiszenzen an die Opfer

Józef Szajna, Paniktheater (Fragment), 1971-72. Foto © Urszula Usakowska-Wolff

Der polnische Dramaturg, Bühnenbildner und Regisseur Józef Szajna (1922-2008) hielt als KZ-Überlebender in seiner Kunst die Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus und Totalitarismus wach. Doch auch die Gegenwart und Zukunft der Welt betrachtete er mit großer Sorge – einer Welt, in der rücksichtslose Populisten Triumphe feiern, weil sie genau wissen, was man den gleichgeschalteten Massen auftischen muss: einen gemeinsamen Feind, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.

 Von Urszula Usakowska-Wolff

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Topp oder Flopp: Die polnische Regierung kauft die Czartoryski-Sammlung, deren bekanntestes Meisterwerk die »Dame mit dem Hermelin« von Leonardo da Vinci ist

Adam Karol Fürst Czartoryski Borbon und seine Frau Josette Calil beim Fototermin mit der „Dame mit dem Hermelin” am 24.08.2011 im Bode-Museum Berlin. Foto © Urszula Usakowska-Wolff

Ende Dezember 2016 hat der polnische Staat für umgerechnet 100 Millionen Euro die berühmte Czartoryski-Sammlung gekauft. Der Marktwert der aus 590 Gemälden, 86.000 Objekten, unter anderem Waffen, Münzen, Schmuck sowie 250.000 Büchern und Manuskripten bestehenden Kollektion, die von einem der ältesten und einst mächtigsten Adelsgeschlechter Polens zusammengetragen wurde, soll angeblich 2 Milliarden Euro betragen, obwohl es keine genauen und zuverlässigen Schätzungen gibt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Hannah Höch: Groteske Bildwelten und ein Knusperhäuschen in Heiligensee

Grenzüberschreitungen, ungewöhnliche Sicht- und unkonventionelle Verhaltensweisen zeichneten ihr privates und künstlerisches Leben aus: Hannah Höch (1899 – 1978), die mehr als 65 Jahre in Berlin verbrachte und ein über 500 Arbeiten umfassendes Werk schuf, war eine Rebellin mit Bubikopf, scharfem Blick, Schere und Klebstoff.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Marwan Kassab-Bachi (1934 – 2016)

Marwan, Villa Grisebach Berlin, 24. Januar 2014. Foto © Urszula Usakowska-Wolff

Marwan Kassab-Bachi ist am 22. Oktober 2016 in Berlin verstorben. Der aus Damaskus stammende Maler wurde 82 Jahre alt.

Anfang 2014 richtete die Villa Grisebach in der Fasanenstraße 24 in Berlin-Charlottenburg Marwan Kassab-Bachi  eine große Einzelausstellung zu seinem 80. Geburtstag aus. Ich habe damals darüber eine Rezession geschrieben, die Sie hier lesen können.

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Tony Cragg und seine filigran-monumentalen Skulpturen

Der 1949 in Liverpool geborene und seit 1977 in Wuppertal lebende Tony Cragg gehört zu den international bekanntesten Bildhauern seiner Generation. 40 seiner Werke, darunter vor allem Plastiken, aber auch Zeichnungen und Aquarelle aus den letzten 30 Jahren können jetzt im Polnischen Skulpturenzentrum Orońsko (CPR) bewundert werden. Die dritte Ausstellung des britischen Starkünstlers in Polen ist zugleich seine größte und schönste, denn in der ehemaligen Sommerresidenz des polnischen Malers Józef Brandt (1841-1915), einem einzigartigen Park- und Gebäudekomplex, wo sich seit 1981 das CPR befindet, haben Tony Craggs Skulpturen sowohl unter Dach als auch im Freien genügend Platz, um ihre einzigartige Wirkung zu entfalten. Die beeindruckende Schau wird anschließend im MWW – Muzeum Współczesne Wrocław – gezeigt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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The Dark Rooms – Ausstellung in dunklen Räumen

Das Ticket für The Dark Rooms. Foto © The Dark Rooms

»The Dark Rooms« ist eine kurzlebige Ausstellung, die langfristige Folgen haben soll. Sie wird am 3. September 2016 in der ehemaligen Willner-Brauerei eröffnet. Auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern werden dort elf Arbeiten von elf internationalen Künstlern gezeigt. Der Titel ist kein Zufall, denn die Ausstellungsräume werden wirklich ganz schön dunkel sein. Nichts oder ganz wenig wird von den spärlich beleuchteten Kunstwerken ablenken. »Wir müssen es schaffen, den Focus wieder auf die Kunst zu richten«, sagt Clara Cremer, die zum fünfköpfigen Team gehört, das seit einem halben Jahr »The Dark Rooms« vorbereitet. »Wir hoffen, dass nach dem Besuch der Ausstellung viele Leute ihre Kunstwahrnehmung ändern werden. Wenn das gelingt, haben wir schon viel erreicht.«

Clara Cremer, Foto © Urszula Usakowska-Wolff
Clara Cremer, Foto © Urszula Usakowska-Wolff

Interview: Urszula Usakowska-Wolff

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Erwin Wurm ist ein Pygmalion à rebours

Erwin Wurm, Doppel (nachher)- Foto © Urszula Usakowska-Wolff

Unter dem Titel »Bei Mutti« präsentiert die Berlinische Galerie 80 Arbeiten von Erwin Wurm, die er in den letzten 25 Jahren geschaffen hat: aus der Form geratene Alltagsobjekte, One Minute Sculptures und Zeichnungen. Die erste Einzelausstellung des international gefeierten Allround-Künstlers in Berlin zeigt, wie er in seinen Werken die Grenzen zwischen Skulptur, Objekt und Performance überwindet. »Bei Mutti« sind alle herzlich willkommen, und die Mutigen können sich für einen kurzen Augenblick in eine leibhaftige Plastik verwandeln. Erwin Wurm macht´s möglich!

Von Urszula Usakowska-Wolff

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