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Sebastian Bieniek: »Die Traurigkeit der Elefanten« in der Fotogalerie Friedrichshain

Sebastian Bieniek ist ein Meister der Täuschung und des subversiven Humors. Er stellt unsere Sehgewohnheiten infrage, indem er die Wirklichkeit defragmentiert, das Bekannte verfremdet und es in einem neuen überraschenden Kontext zeigt. Er bringt zusammen, was nicht zusammen gehört, und weil die Kunst alles, na ja, fast alles möglich macht, gelingt es diesem Künstler, aus dem Nichtzusammenhängenden eine Einheit zu konstruieren. Es passt zwar nicht zusammen, was nicht zusammen passt, aber wenn es entsprechend inszeniert und in einen Rahmen gesteckt wird, wirkt die Überschreitung des Faktischen authentisch, sie wird ein Teil der Wirklichkeit, obwohl es im wirklichem, das heißt »echtem« Leben solche Transgressionen eher selten gibt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Eric Pawlitzky möchte moderne Gedenksteine schaffen, die eine schöne Form haben

Landschaften wie aus dem Bilderbuch: malerische Sümpfe, Seen und Flüsse, über den Feldern, Wiesen und Wäldern schwebende Nebelschwaden, Hügel und Berge im Morgenrot oder Mondschein: eine Naturkulisse, die auf den ersten Blick friedlich und beruhigend wirkt. Doch der Augenschein trügt, wovon die neben den Bildern stehenden Texte zeugen. Die zweisprachige Ausstellung »Und alles ist weg – Miejsca, których nie ma«, die zuletzt vom 15. Januar bis zum 27. Februar 2015 in der Fotogalerie Friedrichshain gezeigt wurde, ist leise, unaufdringlich und ergreifend: ein einzigartiges Projekt des Künstlers Eric Pawlitzky, 55, der »Orte, die es nicht gibt«, Schauplätze des Ersten Kriegs in Polen, fotografierte.

Interview © Urszula Usakowska-Wolff

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