Schlagwort-Archiv: Kunst

Ceija Stojka: »Schaut heute bitte nicht weg!«

Ceija Stojka (1933-2013), KZ-Überlebende, veröffentlichte 1988 das Buch »Wir leben im Verborgenen. Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin«, das nicht nur in Österreich für großes Aufsehen sorgte, denn es war einer der ersten persönlichen Berichte über Porajmosden Völkermord an den europäischen Roma. Weil sie alles, was sie erlebt hatte, mit Worten nicht ausdrücken konnte, begann Ceija Stojka  zu malen. Sie schuf schonungslose, unmittelbare, authentische und erschütternde Bilder des Grauens, die sich tief ins Gedächtnis einprägen.

Von Urszula Usakowska-Wolff 

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Das internationale Kunstfestival »Berlin Soup« am Kottbusser Tor

Von Urszula Usakowska-Wolff

Diese beiden Herren treten in der Regel gemeinsam und häufig unter einem weiß-blauen siamesischen Regenschirm auf. Der eine ist groß und kann auch deshalb nicht übersehen werden, weil er sich einen roten Schal um den Hals drapiert hat. Der andere ist etwas kleiner, betont elegant, trägt eine schwarze Schleife, eine schwarze Weste, ein weißes Hemd und ein weißes Sakko. Jesper Dalmose und Lennox Raphael wohnen in Kopenhagen, doch sie sind oft in Berlin unterwegs: nicht als Touristen, sondern als Reisende in Sachen Kunst. Sie haben sich Großes ausgedacht und Großes vollbracht, denn es ist ihnen gelungen, ihre Ideen zu verwirklichen: 2013 konnten sie 50 internationale Künstlerinnen und Künstler dafür begeistern, an ihrem »Festival der Gegenwartskünste und Performance« in der Galerie Dada Post in Berlin-Schönholz teilzunehmen. Weil Dada in Schönholz zwar eine kurze, doch an manchen Stellen in Berlin eine recht lange Tradition hat, wurde für das »Kunst-Happening und sozial-künstlerische Experiment« ein passender Name gefunden: »Berlin Soup« heißt das Ganze, eine »Berliner Suppe« also, die im vorigen Juni auch in Kopenhagen aufgetischt wurde und nun als »Wanderfestival« die hiesige Szene mithilfe von Marie Dahl, Künstlerin, Kunstvermittlerin und ehrenamtliche Mitarbeiterin des Projektraums »WestGermany – Büro für postpostmoderne Kommunikation« in Kreuzberg, wieder zum Kochen brachte.

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