Schlagwort-Archiv: Kunstmuseum Wolfsburg

Lyrische und drastische feministische Kunst aus Indien

Die in der Ausstellung »Facing India« gezeigte Kunst ist ohne Zweifel feministisch, politisch und engagiert. Aber unabhängig davon, wie man sie nennt, ist es eine Kunst, die äußerst suggestiv wirkt und lange im Gedächtnis bleibt. Der Einfallsreichtum, das Wissen und die Gelehrsamkeit der Künstlerinnen, die Dynamik und Energie, mit der sie ihre perfekt ausgeführten Werke realisieren, die Vielzahl von Techniken, Materialien und überraschenden Lösungen kommen in allen Arbeiten, die im Erdgeschoss des Kunstmuseums Wolfsburgs präsentiert werden, zum Ausdruck.

 Von Urszula Usakowska-Wolff

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Jeppe Hein: Viele Wege führen zur Kunst

»This Way« ist die bisher größte Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Jeppe Hein. Die im Kunstmuseum Wolfsburg gezeigten interaktiven Werke des gebürtigen Kopenhageners lassen der Fantasie freien Lauf, regen alle Sinne an und begeistern das Publikum.

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Erwin Wurm in Wolfsburg: Tannen, Würsteln und Gurkeln

Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt die Ausstellung »Fichte« von Erwin Wurm, in der 45 seiner Werke, darunter Skulpturen, Filme und Fotos präsentiert werden.

Von Urszula Usakowska-Wolff

Aus der Form geraten ist diese Welt: ein in die Länge gezogenes, extrem enges Bett, das Klo ebenso. Schöner Wohnen für Zwerge. Ein Schneewittchen gibt es nicht, dafür einige winzige Häuschen und einen Wald, der auf dem Kopf steht, das heißt, er hängt verkehrt herum von der Decke, flankiert von zwei riesigen Spiegeleiern, einem seltsamen Kamin, einem Stuhl, der schräg zwischen zwei Brocken steckt, einer Limousine mit dem guten Stern, auf deren Dach offensichtlich ein Meteorit gelandet ist. Die Objekte, mit denen jetzt die gigantische Halle des Kunstmuseums Wolfsburg bestückt ist, sind entweder viel zu klein oder riesig – wie der fünf Meter hohe »Big Kastenmann«, eine kopflose männliche Figur, die auf beschuhten, besockten und unbehosten Beinen steht und einen kastenänlichen Mantel mit Hemd und Krawatte trägt. Das Ganze heißt zwar »Fichte«, wirkt aber wie Kulisse und Bühne für eine eigentümliche Aufführung von »Gullivers Reisen«.

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Was für ein Leben! Was für ein Mensch! Was für ein Künstler! Die Ausstellung »Oskar Kokoschka: Humanist und Rebell« im Kunstmuseum Wolfsburg

So viel Kokoschka war schon lange nicht: In Wolfsburg, der VW-Stadt, nur eine Stunde Bahnfahrt von Berlin entfernt, zeigt das Kunstmuseum die beeindruckende Ausstellung eines der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der, am Anfang seiner Laufbahn als Bürgerschreck, enfant terrible und »Oberwildling« apostrophiert, im letzten Drittel seines langen Lebens vor allem als Porträtist von Politikern und Prominenten großes Ansehen genoss. »Oskar Kokoschka. Humanist und Rebell« heißt diese Schau, die anhand von 50 Gemälden, 138 Papierarbeiten, Skulpturen und zahlreichen Dokumenten tiefe und intime Einblicke in das einzigartige Werk und die turbulente Vita einer Persönlichkeit gewährt, die noch immer fasziniert, anregt und sehr aktuell wirkt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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