Kunstkosmos des Planeten Dada Post: Der Bildhauer Howard McCalebb und seine einzigartige Galerie – etwas abseits, doch inmitten des Berliner Kunstuniversums

Die Nordbahnstraße in Reinickendorf, einige Gehminuten vom S-Bahnhof Schönholz entfernt, ist, abgesehen vom Flugzeuglärm, eine ruhige Gegend. Schlichte viergeschossige Wohnblocks aus den 1950er und 1960er Jahren fallen höchstens dadurch auf, dass manche etwas gewagt gestrichen sind: rosa, gelb und grün. Dazwischen stehen schmucke Einfamilienhäuser mit gepflegten Gärten. Das gesellige Leben spielt sich in der Kneipe Nord-Kurve ab, in der Stammgäste und Hertha-BSC-Fans verkehren. Sie grenzt an das Anwesen mit der Nummer 10 an, über dem vier mächtige rote Schornsteine ragen: Wahrzeichen der am Anfang des vorigen Jahrhunderts gegründeten und Mitte der 1990er geschlossenen Fischverarbeitung Erich König, im Volksmund Fischfabrik oder Fischräucherei genannt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Er war das Auge von Paris: Der Fotograf Brassaï in einer Doppelausstellung in Charlottenburg

Die Doppelausstellung »Brassaï Brassaï. Im Atelier & Auf der Straße« im Museum Berggruen und in der Sammlung Scharf-Gerstenberg feiert den französischen Fotografen nicht nur als Porträtisten seiner berühmten Freunde Picasso, Giacometti, Matisse, Laurens und Braque, sondern auch als einen Künstler, der bereits in den 1930er Jahren Mauer- und Wandgraffiti als moderne Höhlenmalerei entdeckte, sie mit seiner Kamera vor dem Verschwinden rettete und beim Begründer der Art Brut Jean Dubuffet viel Lob und Anerkennung fand. Was die Schau spannend und sehenswert macht, ist, dass Brassaïs Aufnahmen zusammen mit einem Großteil der darauf abgebildeten Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen präsentiert werden, so dass die Grenzen zwischen Bild und Abbild verschwinden und das Publikum sich sowohl an den Originalen als auch an deren Fotos erfreuen kann.

Von Urszula Usakowska-Woff

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