Gerhard Richter oder was die Malerei überhaupt noch kann und darf

Zum 80. Geburtstag des Künstlers zeigt die Neue Nationalgalerie seine große Retrospektive mit über 140 Werken aus 50 Jahren

Seine Ölbilder sind unscharf, entrückt und neblig, als hätte er sie mit einem Weichzeichner bearbeitet. Sie wirken so ephemer, als könnten sie sich jeden Augenblick in Luft auflösen. Häufig muten sie wie Landschaften an, die man durch eine verregnete Glasscheibe oder eine beschlagene Brille betrachtet: Sie zerfließen, ihre Formen und Konturen verschwinden, flimmern irritierend und irreführend vor den Augen. Die abgebildete Welt ist nur ein kleiner fotografischer Ausschnitt dessen, was uns umgibt, Fragment eines unfassbaren Ganzen.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Charles Szymkowicz zeigt in der Ausstellung »Maudits!«, dass die wahren Künstler immer verfemt waren

In der Galleria Nove am Garnisonkirchplatz in Berlin-Mitte gibt es gegenwärtig 50 Arbeiten des 1948 in Charleroi geborenen Künstlers Charles Szymkowicz zu sehen, darunter mehr als die Hälfte Acrylbilder – sowie Aquarelle und Tuschezeichnungen, die eins gemein haben: Sie stellen Persönlichkeiten dar, die, oft verkannt, verspottet, verfolgt und missachtet, ihrer Zeit stets voraus waren und erst posthum richtig verstanden und gewürdigt wurden.

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