Schlagwort-Archiv: Berlin

Eva & Adele, czyli życie & sztuka w podwójnym ciele

»L´amour du risque« to tytuł retrospektywnej wystawy w me Collectors Room, na której po raz pierwszy tak obszernie prezentowana jest twórczość pary artystycznej Eva & Adele. Ich prace, wśród nich malarstwo, rysunki, rzeźby, fotografie, filmy i instalacje wideo, są autotematyczne i biograficzne i pokazują, z jaką konsekwencją podążają one własną drogą, wykorzystując świadectwa ich życia w sztuce. »Miłość do ryzyka« jest wystawą pełną uroku, humoru i autoironii.

 Urszula Usakowska-Wolff

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EVA & ADELE: Zwei Herzen & eine Seele

»L´amour du risque« heißt die Ausstellung im me Collectors Room, in der zum ersten Mal in Berlin das facettenreiche Werk von Eva & Adele umfassend präsentiert wird: Ihre Arbeiten, darunter Malerei, Zeichnungen, Skulpturen und Videoinstallationen, sind autothematisch und biografisch und zeigen, mit welcher Konsequenz, der ein stringentes Konzept zugrunde liegt, die Beiden ihren Weg gehen und alles verwerten, um den Kreislauf der Kunst mit Zeugnissen aus ihrem Leben zu nähren. »Die Liebe zum Risiko« ist eine abwechslungsreiche und kurzweilige Schau mit Charme, Humor und Selbstironie.

 Von Urszula Usakowska-Wolff

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Volker März: Kaleidoskopist der conditio humana

Das ist eine überraschende Begrüßung, wenn man im Georg-Kolbe-Museum die Ausstellung »Der Affe fällt nicht weit vom Stamm« von Volker März besucht: einträchtig nebeneinander sehen den Besucher Francisco Franco, modelliert von Georg Kolbe, und Adolf Hitler, ein Werk von Gerhard Marcks, an. Zwei Köpfe, die für die dunkelsten Kapitel der Menschengeschichte stehen, sind von Volker März aus den Archiven gehoben worden. Sie sind immer noch da.

 Von Manfred Wolff

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Liebesglühen und Liebesmühen in der Bilderserie »Verhängnis« von Nadja Schüller-Ost

Die Bilderserie  „Verhängnis” von Nadja Schüller-Ost besteht aus sechs Blättern, deren spritus movens Amor ist, jene treibende Kraft, die stets das Gute will und oft das Böse schafft. Mit seinen Pfeilen richtet der Knabe manchmal Unheil an: Liebe muss nicht immer glücken, sie hat ja oft so viele Tücken. Das zeigt Nadja Schüller-Ost mit Esprit, Humor und Augenzwinkern auf ihre direkte und expressive Art in der Neuköllner Galerie DAS LABOR. 

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Die Ausstellung der Künstlerinnengruppe Die Saat im Lite-Haus zeichnet sich durch Diversität aus

»Durch Gärung veredelt« heißt die erste gemeinsame Ausstellung der Ende 2017 gegründeten Gruppe Die Saat, in der fast 40 Werke von Anja Asche (Installation), Karin Harboe (Organische Malerei), Daria Olejniczak (Objekte und Collagen) und Nadja Schüller-Ost (Malerei und Grafik) im Lite-Haus Galerie + Projektraum in Berlin-Neukölln gezeigt werden. Ihre Kunst führt überzeugend vor, wie im langwierigen Akt der Schöpfung die Saat aufgeht, eine Idee keimt, wächst und sich in ein Bild oder in ein dreidimensionales Gebilde verwandelt, das provoziert, zum Denken und Handeln anregt oder einfach nur die kreative Energie und das unerschöpfliche Potenzial des Universums feiert.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Emil Cimiotti: »Das, was ich mache, ist ein selbstverständlicher Reflex auf das, was ich erlebe«

Die Entwicklung der abstrakten Bildhauerei von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart zeigt eine Ausstellung des Lebenswerks von Emil Cimiotti im Berliner Georg-Kolbe-Museum. Unter dem Motto »Denn was innen, das ist außen« entfaltet sich das bildhauerische Informell in ersten Bronzen bis hin zu seinen Papierarbeiten der letzten Jahre, in denen konstruktivistische und farbliche Elemente in den Vordergrund treten.

Von Manfred Wolff

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Marwan Kassab-Bachi (1934 – 2016)

Marwan Kassab-Bachi ist am 22. Oktober 2016 in Berlin verstorben. Der aus Damaskus stammende Maler wurde 82 Jahre alt.

Anfang 2014 richtete die Villa Grisebach in der Fasanenstraße 24 in Berlin-Charlottenburg Marwan Kassab-Bachi  eine große Einzelausstellung zu seinem 80. Geburtstag aus. Ich habe damals darüber eine Rezession geschrieben, die Sie hier lesen können.

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The Dark Rooms – Ausstellung in dunklen Räumen

»The Dark Rooms« ist eine kurzlebige Ausstellung, die langfristige Folgen haben soll. Sie wird am 3. September 2016 in der ehemaligen Willner-Brauerei eröffnet. Auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern werden dort elf Arbeiten von elf internationalen Künstlern gezeigt. Der Titel ist kein Zufall, denn die Ausstellungsräume werden wirklich ganz schön dunkel sein. Nichts oder ganz wenig wird von den spärlich beleuchteten Kunstwerken ablenken. »Wir müssen es schaffen, den Focus wieder auf die Kunst zu richten«, sagt Clara Cremer, die zum fünfköpfigen Team gehört, das seit einem halben Jahr »The Dark Rooms« vorbereitet. »Wir hoffen, dass nach dem Besuch der Ausstellung viele Leute ihre Kunstwahrnehmung ändern werden. Wenn das gelingt, haben wir schon viel erreicht.«

Clara Cremer, Foto © Urszula Usakowska-Wolff
Clara Cremer, Foto © Urszula Usakowska-Wolff

Interview: Urszula Usakowska-Wolff

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Mario Lischewsky: Was in der Luft liegt, spiegelt die Leinwand

Für die Ausstellung »atme« im Bürgerhaus Grünau hat Mario Lischewsky, der 1976 in Sofia geboren wurde und seit 2001 in Berlin lebt, 18 Bilder ausgewählt, wovon beinahe die Hälfte aus dem Jahr 2016 stammt und zum ersten Mal gezeigt wird. Diese größtenteils monochromen oder in der Technik der Grisaille gefertigten Arbeiten sind für den Künstler »Ausdruck höchster Expressivität«. Durch die starken Kontraste wird die Dramatik und Dynamik des Dargestellten sichtbar, die Bilder haben eine außergewöhnliche körperliche Präsenz, der sich die Betrachtenden nicht entziehen können. Die Ausstellung »atme« wurde am 1. Juli 2016, um 18 Uhr eröffnet, und war ein voller Erfolg: Über 100 Menschen drängten sich im Bürgerhaus Grünau, um die aufregenden und perfekt gemalten Bilder von Mario Lischewsky zu sehen und mit dem Künstler zu sprechen.

Mario Lischewsky neben seinem Bild “Exodus”. Foto © Urszula Usakowska-Wolff
Mario Lischewsky neben seinem Bild “Exodus”. Foto © Urszula Usakowska-Wolff

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Sebastian Bieniek: »Die Traurigkeit der Elefanten« in der Fotogalerie Friedrichshain

Sebastian Bieniek ist ein Meister der Täuschung und des subversiven Humors. Er stellt unsere Sehgewohnheiten infrage, indem er die Wirklichkeit defragmentiert, das Bekannte verfremdet und es in einem neuen überraschenden Kontext zeigt. Er bringt zusammen, was nicht zusammen gehört, und weil die Kunst alles, na ja, fast alles möglich macht, gelingt es diesem Künstler, aus dem Nichtzusammenhängenden eine Einheit zu konstruieren. Es passt zwar nicht zusammen, was nicht zusammen passt, aber wenn es entsprechend inszeniert und in einen Rahmen gesteckt wird, wirkt die Überschreitung des Faktischen authentisch, sie wird ein Teil der Wirklichkeit, obwohl es im wirklichem, das heißt »echtem« Leben solche Transgressionen eher selten gibt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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