Schlagwort-Archiv: Objekte

Hanna Maria Ograbisz-Krawiec zeigt verbale Vehemenz ohne Essenz

Wie die traditionellen und digitalen Medien dazu beitragen, dass die Worte zu Floskeln, Gags und Slogans mutieren und wie wir diese gedankenlos konsumieren, führt die polnische Bildhauerin Hanna Maria Ograbisz-Krawiec im Projektraum art.endart in Berlin-Wedding vor. In der empfehlenswerten Ausstellung unter dem Titel »Die Essenz der Worte« sind Objekte zu sehen, die für die heutige mediale Infantilität stehen, in der reißerische oder banale Inhalte für Schlagzeilen sorgen. 

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Michelangelo Pistoletto: Der Einfluss des Künstlers auf die Welt

Von Urszula Usakowska-Wolff

Michelangelo Pistoletto ist einer der bekanntesten europäischen Künstlern, ein kreativer und quirliger Geist, dem es von Anfang an darum ging, die Grenzen der Wahrnehmung zu überwinden, die Kunst mit dem Alltag zu verflechten und somit den erweiterten Kunstbegriff zu praktizieren. Schon früh als Ikone der Postmoderne gefeiert, beeinflusst er bis heute mit seinen Werken und Schriften den italienischen und internationalen kunstpolitischen Diskurs. Er plädiert für eine Erneuerung der Gesellschaft und Politik durch die Einführung eines »Menschentheismus« und einer »Demopraxie« und glaubt, dass auf diese Weise die Zukunft der Menschheit gerettet werden kann. Zum 85. Geburtstag schenkte das Italienische Kultursinstitut Berlin dem hochgeschätzten Künstler und Denker die Retrospektive »Michelangelo Pistoletto und Cittadellarte – Spiegelungen und Widerspiegelungen«, in der eine Auswahl seiner Arbeiten aus den letzten 50 Jahren zu sehen ist.

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Volker März: Kaleidoskopist der conditio humana

Das ist eine überraschende Begrüßung, wenn man im Georg-Kolbe-Museum die Ausstellung »Der Affe fällt nicht weit vom Stamm« von Volker März besucht: einträchtig nebeneinander sehen den Besucher Francisco Franco, modelliert von Georg Kolbe, und Adolf Hitler, ein Werk von Gerhard Marcks, an. Zwei Köpfe, die für die dunkelsten Kapitel der Menschengeschichte stehen, sind von Volker März aus den Archiven gehoben worden. Sie sind immer noch da.

 Von Manfred Wolff

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Die Ausstellung »gedeih« in der Galerie DASLABOR: Multiplikation dient der Meditation

»gedeih« heißt die zweite Ausstellung der Gruppe »Die Saat«, die im November 2017 von vier Künstlerinnen gegründet wurde, die sich in einem Workshop des Erfolgsteams Bildende Kunst kennen lernten. Darunter waren Anja Asche und Nadja Schüller-Ost, deren Arbeiten in der Galerie DASLABOR gezeigt werden und die den Maler Marcus Lichtmannegger als Gast zur Teilnahme an dieser Schau eingeladen haben.

 Von Urszula Usakowska-Wolff

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Iris Schieferstein: Bizarre Bildhauerin in bigotter Bundesrepublik

Chimären, Hybriden, Stiefeletten aus Pferdehufen mit Revolverabsätzen: Mit ihren eigen- und einzigartigen, tabubrechenden Objekten aus Tierpräparaten fasziniert und polarisiert Iris Schieferstein die Kunstwelt und das Publikum wie keine andere.

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Erwin Wurm ist ein Pygmalion à rebours

Unter dem Titel »Bei Mutti« präsentiert die Berlinische Galerie 80 Arbeiten von Erwin Wurm, die er in den letzten 25 Jahren geschaffen hat: aus der Form geratene Alltagsobjekte, One Minute Sculptures und Zeichnungen. Die erste Einzelausstellung des international gefeierten Allround-Künstlers in Berlin zeigt, wie er in seinen Werken die Grenzen zwischen Skulptur, Objekt und Performance überwindet. »Bei Mutti« sind alle herzlich willkommen, und die Mutigen können sich für einen kurzen Augenblick in eine leibhaftige Plastik verwandeln. Erwin Wurm macht´s möglich!

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Jeppe Hein: Viele Wege führen zur Kunst

»This Way« ist die bisher größte Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Jeppe Hein. Die im Kunstmuseum Wolfsburg gezeigten interaktiven Werke des gebürtigen Kopenhageners lassen der Fantasie freien Lauf, regen alle Sinne an und begeistern das Publikum.

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Uhren, Spiegel, Steine: Die Ausstellung »Monolog aus dem 11ten Stock« von Alicja Kwade im Haus am Waldsee

Alicja Kwade, 1979 in Kattowitz, Polen, geboren, lebt seit 1986 in Deutschland. Von 1999 -2005 studierte sie an der Universität der Künste Berlin. Sie ist eine der bekanntesten und gefragtesten Künstlerinnen ihrer Generation und hatte bisher 30 Einzelausstellungen weltweit. Die mit zahlreichen Auszeichnungen, zuletzt mit dem Hektorpreis der Kunsthalle Mannheim bedachte Bildhauerin lebt und arbeitet in Berlin. 

Rezension und Fotos: Urszula Usakowska-Wolff

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Die Welt vor und hinter dem Spiegel

In der Galerie Kai Dikhas, dem »Ort des Sehens« im Aufbau-Haus am Moritzplatz, der einzigen Galerie für die Kunst der Roma und Sinti hierzulande, werden zwei großartige Ausstellungen: »Dark Glass« von Daniel Baker und »Kushti Atchin Tan? – Ein guter Ort?« von Delaine Le Bas aus Großbritannien gezeigt, die einen universellen Charakter haben und die Probleme der Gegenwart auf überzeugende und zum Teil erschütternde Weise thematisieren.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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