Schlagwort-Archiv: Ausstellung

EVA & ADELE: Zwei Herzen & eine Seele

»L´amour du risque« heißt die Ausstellung im me Collectors Room, in der zum ersten Mal in Berlin das facettenreiche Werk von Eva & Adele umfassend präsentiert wird: Ihre Arbeiten, darunter Malerei, Zeichnungen, Skulpturen und Videoinstallationen, sind autothematisch und biografisch und zeigen, mit welcher Konsequenz, der ein stringentes Konzept zugrunde liegt, die Beiden ihren Weg gehen und alles verwerten, um den Kreislauf der Kunst mit Zeugnissen aus ihrem Leben zu nähren. »Die Liebe zum Risiko« ist eine abwechslungsreiche und kurzweilige Schau mit Charme, Humor und Selbstironie.

 Von Urszula Usakowska-Wolff

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Volker März: Kaleidoskopist der conditio humana

Das ist eine überraschende Begrüßung, wenn man im Georg-Kolbe-Museum die Ausstellung »Der Affe fällt nicht weit vom Stamm« von Volker März besucht: einträchtig nebeneinander sehen den Besucher Francisco Franco, modelliert von Georg Kolbe, und Adolf Hitler, ein Werk von Gerhard Marcks, an. Zwei Köpfe, die für die dunkelsten Kapitel der Menschengeschichte stehen, sind von Volker März aus den Archiven gehoben worden. Sie sind immer noch da.

 Von Manfred Wolff

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Emil Cimiotti: »Das, was ich mache, ist ein selbstverständlicher Reflex auf das, was ich erlebe«

Die Entwicklung der abstrakten Bildhauerei von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart zeigt eine Ausstellung des Lebenswerks von Emil Cimiotti im Berliner Georg-Kolbe-Museum. Unter dem Motto »Denn was innen, das ist außen« entfaltet sich das bildhauerische Informell in ersten Bronzen bis hin zu seinen Papierarbeiten der letzten Jahre, in denen konstruktivistische und farbliche Elemente in den Vordergrund treten.

Von Manfred Wolff

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John Bock: »Kunst muss wehtun, damit sich das Denken ändert«

Ein Gespräch mit John Bock beim Rundgang durch seine Ausstellung »Im Moloch der Wesenspräsenz« in der Berlinischen Galerie am 23. Februar 2017.

Von Urszula Usakowska-Wolff

  • John Bock im Moloch der Wesenspräsenz. Foto © Urszula Usakowska-Wolff, VG Bild+Kunst Bonn, 2017

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George Condo in der illustren Männerrunde der Moderne

George Condo ist unter die Klassiker gegangen. Als erster zeitgenössischer Künstler wurde er auserwählt, in der Ausstellung »Confrontation« seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen im Museum Berggruen, dem Berliner Tempel der Klassischen Moderne, inmitten der Werke von Picasso, Klee, Matisse, Cézanne und Giacometti zu präsentieren. Das ist kein Zufall, denn Condo hat zu den Granden der Kunstgeschichte eine ganz besondere Beziehung.

Von Urszula Usakowska-Wolff & Manfred Wolff

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Iris Schieferstein: Bizarre Bildhauerin in bigotter Bundesrepublik

Chimären, Hybriden, Stiefeletten aus Pferdehufen mit Revolverabsätzen: Mit ihren eigen- und einzigartigen, tabubrechenden Objekten aus Tierpräparaten fasziniert und polarisiert Iris Schieferstein die Kunstwelt und das Publikum wie keine andere.

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Tony Cragg und seine filigran-monumentalen Skulpturen

Der 1949 in Liverpool geborene und seit 1977 in Wuppertal lebende Tony Cragg gehört zu den international bekanntesten Bildhauern seiner Generation. 40 seiner Werke, darunter vor allem Plastiken, aber auch Zeichnungen und Aquarelle aus den letzten 30 Jahren können jetzt im Polnischen Skulpturenzentrum Orońsko (CPR) bewundert werden. Die dritte Ausstellung des britischen Starkünstlers in Polen ist zugleich seine größte und schönste, denn in der ehemaligen Sommerresidenz des polnischen Malers Józef Brandt (1841-1915), einem einzigartigen Park- und Gebäudekomplex, wo sich seit 1981 das CPR befindet, haben Tony Craggs Skulpturen sowohl unter Dach als auch im Freien genügend Platz, um ihre einzigartige Wirkung zu entfalten. Die beeindruckende Schau wird anschließend im MWW – Muzeum Współczesne Wrocław – gezeigt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Erwin Wurm ist ein Pygmalion à rebours

Unter dem Titel »Bei Mutti« präsentiert die Berlinische Galerie 80 Arbeiten von Erwin Wurm, die er in den letzten 25 Jahren geschaffen hat: aus der Form geratene Alltagsobjekte, One Minute Sculptures und Zeichnungen. Die erste Einzelausstellung des international gefeierten Allround-Künstlers in Berlin zeigt, wie er in seinen Werken die Grenzen zwischen Skulptur, Objekt und Performance überwindet. »Bei Mutti« sind alle herzlich willkommen, und die Mutigen können sich für einen kurzen Augenblick in eine leibhaftige Plastik verwandeln. Erwin Wurm macht´s möglich!

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Sebastian Bieniek: »Die Traurigkeit der Elefanten« in der Fotogalerie Friedrichshain

Sebastian Bieniek ist ein Meister der Täuschung und des subversiven Humors. Er stellt unsere Sehgewohnheiten infrage, indem er die Wirklichkeit defragmentiert, das Bekannte verfremdet und es in einem neuen überraschenden Kontext zeigt. Er bringt zusammen, was nicht zusammen gehört, und weil die Kunst alles, na ja, fast alles möglich macht, gelingt es diesem Künstler, aus dem Nichtzusammenhängenden eine Einheit zu konstruieren. Es passt zwar nicht zusammen, was nicht zusammen passt, aber wenn es entsprechend inszeniert und in einen Rahmen gesteckt wird, wirkt die Überschreitung des Faktischen authentisch, sie wird ein Teil der Wirklichkeit, obwohl es im wirklichem, das heißt »echtem« Leben solche Transgressionen eher selten gibt.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Leiko Ikemura: Melancholie und Energie

Leiko Ikemura ist mit vielen Talenten gesegnet. Das vielschichtige Werk der in Berlin lebenden Malerin, Grafikerin, Fotografin, Bildhauerin und Lyrikerin ist jetzt zum ersten Mal in diesem Umfang in der Einzelausstellung unter dem Titel »… und plötzlich dreht der Wind« im Haus am Waldsee zu sehen. In den Arbeiten, die in den letzten zehn Jahren entstanden sind, befasst sich die Künstlerin mit universellen Fragen, mit der Fragilität und Endlichkeit der menschlichen Existenz, das heißt: mit dem unendlichen Kreislauf von Leben und Tod.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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