Schlagwort-Archiv: Georg-Kolbe-Museum

Emil Cimiotti: »Das, was ich mache, ist ein selbstverständlicher Reflex auf das, was ich erlebe«

Die Entwicklung der abstrakten Bildhauerei von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart zeigt eine Ausstellung des Lebenswerks von Emil Cimiotti im Berliner Georg-Kolbe-Museum. Unter dem Motto »Denn was innen, das ist außen« entfaltet sich das bildhauerische Informell in ersten Bronzen bis hin zu seinen Papierarbeiten der letzten Jahre, in denen konstruktivistische und farbliche Elemente in den Vordergrund treten.

Von Manfred Wolff

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Robert Metzkes: » Die Bildhauerei ist eine Form, die ganze Welt in Besitz zu nehmen «

Sie stehen, sitzen, liegen. Einzeln, zu zweit, in Dreiergruppen. Die Köpfe gerade, geneigt, von einer Hand gestützt. Die Arme ausgestreckt, verschränkt, an den Körper gepresst. Die Beine nebeneinander gestellt, fest auf dem Boden, übereinander geschlagen, gespreizt. Sie sind barfuß oder tragen flache Schuhe, Jeans, Dreiviertelhosen, T-Shirts, gestrickte Pullover, Strickkleider und Abendroben, die wie eine zweite Haut aussehen. Die Köpfe der Akte schmücken Turbane. Diese vorwiegend weiblichen Geschöpfe sind seltsam leblos, obwohl sie die Bewegung personifizieren. Sie vermitteln den Eindruck, als seien sie in ihren Gedanken so tief versunken, dass sie sich nicht mehr regen, dass sie von der äußeren Welt nichts mehr wissen wollen. Sie haben sich in Statuen verwandelt, weil sie nur in dieser Form so schön verweilen, so ewig weiblich und von der Zeit unberührt bleiben können, immer mitten im Frühling, in der Blüte ihres Lebens. Solche Figuren sind das Werk des Bildhauers Robert Metzkes, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Aus diesem Anlass zeigt das Georg-Kolbe-Museum seine Ausstellung »Menschenbilder«.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Die Ausstellung »Abstrakt////Skulptur« verwandelt das Georg-Kolbe-Museum in ein Lapidarium

Inmitten der makellosen weiblichen und männlichen Bronzeakte von Georg Kolbe, die auf dem Hof seines ehemaligen Ateliers stehen, ragt ein fremdartiges Gebilde empor, das aussieht, als könnte es jederzeit umkippen: Es sind sechs aufgetürmte Absperrgitter, die wie verbogene überdimensionale weiße Lampenschirmgerüste aussehen. In der Nacht strömt aus ihnen helles Neonlicht, so dass sich ihre weißen Konturen aufzulösen und in eine Lichtsäule zu verwandeln scheinen.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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