Schlagwort-Archiv: Malerei

George Condo in der illustren Männerrunde der Moderne

George Condo ist unter die Klassiker gegangen. Als erster zeitgenössischer Künstler wurde er auserwählt, in der Ausstellung »Confrontation« seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen im Museum Berggruen, dem Berliner Tempel der Klassischen Moderne, inmitten der Werke von Picasso, Klee, Matisse, Cézanne und Giacometti zu präsentieren. Das ist kein Zufall, denn Condo hat zu den Granden der Kunstgeschichte eine ganz besondere Beziehung.

Von Urszula Usakowska-Wolff & Manfred Wolff

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Mario Lischewsky: Was in der Luft liegt, spiegelt die Leinwand

Für die Ausstellung »atme« im Bürgerhaus Grünau hat Mario Lischewsky, der 1976 in Sofia geboren wurde und seit 2001 in Berlin lebt, 18 Bilder ausgewählt, wovon beinahe die Hälfte aus dem Jahr 2016 stammt und zum ersten Mal gezeigt wird. Diese größtenteils monochromen oder in der Technik der Grisaille gefertigten Arbeiten sind für den Künstler »Ausdruck höchster Expressivität«. Durch die starken Kontraste wird die Dramatik und Dynamik des Dargestellten sichtbar, die Bilder haben eine außergewöhnliche körperliche Präsenz, der sich die Betrachtenden nicht entziehen können. Die Ausstellung »atme« wurde am 1. Juli 2016, um 18 Uhr eröffnet, und war ein voller Erfolg: Über 100 Menschen drängten sich im Bürgerhaus Grünau, um die aufregenden und perfekt gemalten Bilder von Mario Lischewsky zu sehen und mit dem Künstler zu sprechen.

Mario Lischewsky neben seinem Bild “Exodus”. Foto © Urszula Usakowska-Wolff
Mario Lischewsky neben seinem Bild “Exodus”. Foto © Urszula Usakowska-Wolff

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Józef Chełmowski und seine Welt voller Engel

Am 6. Juli 2013 verstarb Józef Chełmowski,  ein vielseitig begabter, offener und neugieriger Mensch: Er zeichnete, schnitzte, malte auf Glas, Leinwand, Holz und Spanplatte. Seine Farben mischte er sich selbst aus Eigelb, Quark, Milch, Blätter und Blüten. Er war Philosoph, Erfinder, Astronom und Theologe. Er dachte viel über die Welt nach, verfolgte und kommentierte in seinen Werken das Zeitgeschehen. Seine Fantasie und Experimentierfreude kannten keine inhaltlichen und formalen Grenzen.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Leiko Ikemura: Melancholie und Energie

Leiko Ikemura ist mit vielen Talenten gesegnet. Das vielschichtige Werk der in Berlin lebenden Malerin, Grafikerin, Fotografin, Bildhauerin und Lyrikerin ist jetzt zum ersten Mal in diesem Umfang in der Einzelausstellung unter dem Titel »… und plötzlich dreht der Wind« im Haus am Waldsee zu sehen. In den Arbeiten, die in den letzten zehn Jahren entstanden sind, befasst sich die Künstlerin mit universellen Fragen, mit der Fragilität und Endlichkeit der menschlichen Existenz, das heißt: mit dem unendlichen Kreislauf von Leben und Tod.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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»Berliner Szenen« von Karl Horst Hödicke in der Villa Grisebach

Eine Katze liegt auf einem Liegestuhl, daneben räkelt sich eine nackte Frau. Ein Mann geht mit seinem Hund an der Mauer Gassi. Der Blick aus dem Atelier fällt auf eine riesige Brache: den Potsdamer Platz. Der nächtliche Himmel über Schöneberg ist rot. In den Schaufenstern spiegeln sich Reklamen, Autos und Passanten. Dunkles Bier schäumt rötlich. Leichte und spärlich bekleidete Mädchen, die »Nachtfalter«, warten auf die Freier. Ihre Gesichter sind maskenhaft, ausdruckslos, von Schminke und Leben gezeichnet. Schatten der DDR-Grenzsoldaten fallen auf die Mauer, hinter der die »Goldelse« erstrahlt. Und irgendwann ragt ein Wald von Baukränen am späten Abend in den grünen Himmel über dem Potsdamer Platz.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Der Steinbruch Botticelli

Die Ausstellung »The Botticelli Renaissance« versucht, den Einfluss des Florentiner Malers auf die Kunst der letzten 200 Jahre zu beleuchten und zeigt, dass seine Sujets und Motive auch von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aufgegriffen, angeeignet oder auf heutige Art interpretiert werden.

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Jeppe Hein: Viele Wege führen zur Kunst

»This Way« ist die bisher größte Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Jeppe Hein. Die im Kunstmuseum Wolfsburg gezeigten interaktiven Werke des gebürtigen Kopenhageners lassen der Fantasie freien Lauf, regen alle Sinne an und begeistern das Publikum.

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Shahla Aghapour: Malerin, Bildhauerin, Lyrikerin und Galeristin

Die Blumensträuße weisen darauf hin, dass es hier vor kurzem etwas zu feiern gab. Sie schmücken ein Ambiente, in dem das Weibliche zelebriert wird. An den Wänden hängen seltsame Frauenporträts. Die darauf Abgebildeten sind einäugig, zweiäugig, blauäugig, manchmal auch janusköpfig. Ihre Hälse sind lang, ihre Konterfeis maskenhaft, verträumt, erdig. Ihre Lippen sind rot, die Leinwände bedeckt eine Schrift, die offensichtlich keine lateinische ist.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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Badende, Paare, Städte, Sommerfrische und Tiere

Die Ausstellung »ImEx. Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende« in der Alten Nationalgalerie sollte man sich nicht entgehen lassen: 160 Meisterwerke des Impressionismus und Expressionismus, die dort präsentiert werden, zeigen, dass die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Stilrichtungen größer sind als die Gegensätze und Unterschiede.

Von Urszula Usakowska-Wolff

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